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Frühjahrs-Inspektion für das Haus

Sturm- und Frostschäden rechtzeitig entdecken

Der strenge Frost des Winters hat an vielen Häusern Spuren hinterlassen. Hausbesitzer sollten ihre Immobilie daher gründlich in Augenschein nehmen, rät die Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus & Grund Deutschland. An erster Stelle stehen dabei die Inspektion des Daches und der Fallrohre.
Häufig führen die ersten Stürme eines neuen Jahres zu Schäden an der Dachdeckung. Dachziegel können sich verschoben haben, so dass kleine Öffnungen entstehen. In der Folge gelangt Wasser in das Gebäude. Haus & Grund rät daher, Dächer im Frühjahr gegebenenfalls auch durch einen Fachmann in Augenschein nehmen zu lassen. Ebenso wichtig ist es, Dachrinnen und Fallrohre zu überprüfen. Durch die vielen Tau- und Frostphasen der vergangenen Monate können insbesondere die Fallrohre von Frostschäden betroffen sein.

Haus & Grund empfiehlt zudem, Fenster- und Türdichtungen zu überprüfen und eventuell einzufetten, damit sie nicht porös werden und weiterhin wasser- und winddicht schließen. Zudem lohnt im Hausinnern jetzt ein Blick in die oberen Zimmerecken. Dort bildet sich häufig als erstes im Winter Schimmel infolge unzureichender Lüftung oder mangelhafter Dämmung. Wenn Schimmel frühzeitig bekämpft wird, lassen sich Allergien vermeiden.

Im Frühjahr den Garten auf Vordermann bringen

Wie der Fiskus an den Kosten beteiligt werden kann

Frühlingszeit ist Gartenzeit – Immobilieneigentümer, die ihren Garten nach dem strengen Winter jetzt wieder auf Vordermann bringen, können den Fiskus an den Kosten beteiligen. Darauf weist die Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus & Grund Deutschland hin. Grundsätzlich bietet das Steuerrecht für Eigenheimer zwei Möglichkeiten: zum einen den Steuerbonus für die Inanspruchnahme haushaltsnaher Dienstleistungen, zum anderen den Steuerbonus für Handwerkerleistungen (§ 35a EStG).
Dabei sind haushaltsnahe Dienstleistungen Arbeiten, die normalerweise von den Haushaltsmitgliedern selbst erledigt werden, wie z. B. Heckenschneiden, Beetpflege oder regelmäßiges Rasenmähen. Aufwendungen hierfür können in Höhe von bis zu 4.000 Euro (20 Prozent von bis zu 20.000 Euro) jährlich steuerlich geltend gemacht werden. Sind im Laufe des Winters beispielsweise einige Gehwegplatten ab-

gesackt, so ist der Arbeitsaufwand meist etwas größer. Für diese Fälle gibt es zusätzlich einen Steuerbonus für Handwerkerleistungen. Eigentümer, die an ihrem selbstgenutzten Haus oder der selbstgenutzten Eigentumswohnung Erhaltungs-, Renovierungs- oder Modernisierungsmaßnahmen durchführen lassen, können den Staat mit bis zu 1.200 Euro (20 Prozent von bis zu 6.000 Euro) an den Arbeitskosten beteiligen. Bei einer kompletten Neugestaltung des Gartens wird der Steuerbonus - im Gegensatz zu einer Umgestaltung - nicht gewährt.

Wichtig: Die Aufwendungen sind im Rahmen der Steuererklärung geltend zu machen. Die Kosten müssen gegenüber dem Finanzamt nur auf Nachfrage nachgewiesen werden. Dennoch sollten alle Rechnungen und Zahlungsnachweise (Überweisungsbeleg, Kontoauszug) aufgehoben werden. Der Steuerabzug wird nur anerkannt, wenn die unbare Zahlung der erhaltenen Rechnung auf das Konto des Handwerkers bzw. Dienstleisters nachgewiesen werden kann.

Wie hoch der Steuerbonus ist und für welche Leistungen genau er in Anspruch genommen werden kann, darüber in formiert das Haus & Grund-Infoblatt „Steuerbonus für Haushaltshilfen und Handwerkerleistungen“.


 

Haus-, Wohnungs- und Grundeigentmerverein Altenburg und Umgebung e. V. Dr. -Wilhelm-Klz-Str. 4  04600 Altenburg